Donnerstag, 28. August 2014

148 verschiedene ehe- und familienbezogene Leistungen?

Der vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebene Evaluationsbericht beweist, was nahe liegt:
Wird die Ehefrau als Zweitverdienerin kostenfrei krankenversichert und bei Berufstätigkeit hoch besteuert, ist der Anreiz gering, über einen sozialversicherungsfreien 450,00-Euro-Job hinaus berufstätig zu sein. Im Gegenzug arbeiten die Väter aufgrund der günstigen Lohnsteuerklasse 3 umso mehr, um die Familie finanziell abzusichern.
Wissen Eltern ihre Kinder in einer (bezahlbaren) Kindertagesstätte gut aufgehoben, wagen Sie es eher, Kinder in die Welt zu setzen.
Ich möchte, das ist meine persönliche Evaluation, ergänzen: Hätten wir ein Schulsystem, das am Wohl der Kinder orientiert ist, Ganztagsschulen,  in denen motiviert und vernetzt gelernt wird, anstatt die Hälfte der Arbeit in die Familien abzuschieben, würde nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sondern auch der Familienfriede enorm begünstigt.

Und in der Summe würde den Auseinandersetzungen  nach einer Trennung die Schärfe genommen,  da berufstätige Mütter weniger Unterhalt brauchen, finanziell entlastete Väter weniger arbeiten müssen und dadurch mehr Zeit für Ihre Kinder haben.
Und das Sammelsurium familienpolitscher Leistungen könnte erheblich reduziert werden.

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